Recycling? Langweilig? So ein Quatsch

Hallo zusammen!

Mein Name ist Jasmin Hoff, M. Sc. in Umweltverfahrenstechnik und Recycling, und ich arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik (IFAD) der TU Clausthal.

Häufig wird mir an dieser Stelle eines Gesprächs geantwortet: „Oh! Ich habe Naturwissenschaften im Abitur abgewählt.“ und danach entsteht ein unangenehmes Schweigen. Manchmal ist mein Gegenüber aber auch interessierter und fragt: „Und was machst du genau?“, dann antworte ich: „Ich bearbeite derzeit das Projekt PuRe, welches für Public Relation Work for Recycling steht.“ Spätestens an dieser Stelle verliere ich die meisten Gesprächspartnerinnen und -partner und genau das ist der Grund, warum ich mich für dieses Projekt entschieden habe.

PuRe steht für die Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit übergeordnet zum Thema Recycling, insbesondere werde ich aber den Stoffstrom Elektro- und Elektronikaltgeräte in den Fokus rücken. Aber wieso? Derzeit liegen sage und schreibe circa 200 Millionen ausgediente Mobiltelefone in den Schubladen der Haushalte in Deutschland!

Wer kennt diese Situation denn nicht? Die alten Smartphones von einem selbst, den Eltern oder Geschwistern als Backup in der Wohnzimmerschublade oder die alte, schwere Waschmaschine im Keller, die bereits seit Jahren dort verweilt. Häufig wird mir dazu gesagt: „Die stören dort doch niemanden.“ Das ist schon richtig, aber mein Ziel ist es, die Sammelquote von ausgedienten Elektro- und Elektronikaltgeräten in unserer Region zu erhöhen. Was bedeutet das? Die gesetzliche Mindesterfassungsquote liegt derzeit bei 65 Prozent. Um diese rechtliche Vorgabe sicher einzuhalten, müsste jede Einwohnerin und jeder Einwohner circa das Doppelte an Elektro(nik)altgeräte pro Jahr entsorgen als derzeit abgegeben werden.

Erst indem wir diese Altgeräte ordnungsgemäß rückführen ermöglichen wir es, die Vielzahl von Wertstoffen dieser Geräte, wie z.B. Kupfer, Silber und Gold, aber auch die Schadstoffe, wie Quecksilber und Blei, in die Verwertungskette wieder einzubringen. Wir schonen dadurch die Ressourcen, die Umwelt und Gesundheit von Lebewesen. Doch wo kann ich hier in der Region meine Elektro- und Elektronikaltgeräte fachgerecht entsorgen? Das ist direkt hier in Clausthal-Zellerfeld möglich zum Beispiel beim Wertstoff-/ Recyclinghof, Repair-Cafes (beides siehe hier) oder bei uns am Institut (https://www.ifad.tu-clausthal.de/kontakt).   

Wie wollen wir das erreichen?

Wir wollen ermöglichen, dass jede und jeder dazu motiviert wird, Altgeräte fachgerecht und vor allem auch zeitnah zu entsorgen. Wir werden unter anderem Beiträge auf den Social-Media-Kanälen der TU Clausthal zu Wissenswertem und Tipps und Tricks bei der Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten bringen, regionale Sammelaktionen sowie  einige andere spannende Formate, die wir an dieser Stelle noch nicht verraten wollen 😊. So viel erst mal über mich und mein Projekt.

Bei Fragen und Anregungen kannst du mir gerne eine E-Mail an jasmin.hoff@tu-clausthal.de schreiben oder mich unter 05323-72-6125 anrufen.

Und vielleicht kann der nächste Naturwissenschaftler, der über Recycling erzählt, dein Interesse wecken.

 

 

 

 

 

 

Das Projekt PuRe erhält unter dem Titel Zukunftsdiskurse eine Förderung des Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.